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Qualitätskriterien für Marketing


1. Schon auf der Webseite finden Sie verwertbare Informationen

Spricht die Agentur im ersten Satz vom Wir über uns, Wer wir sind und Was wir tun, dürfte Ihnen schnell langweilig werden. Während Sie nach greifbaren Kriterien suchen, warum Sie gerade diese Berater buchen sollten, fällt Ihnen auf, dass Ihre Lust, Ihre Zeit zu vergeuden, gen Null geht.

Lesen Sie allerdings Fallbeispiele und leicht verständliches, logisch aufgebautes Fachwissen, können Sie davon ausgehen, dass hier jemand sitzt, der sein Geschäft versteht.


2. Man begegnet Ihnen auf Augenhöhe

So mancher Marketingexperte geht davon aus, Fachsimpelei und geschwollene Sätze gehören zu einem guten Eindruck. Gehen Sie davon aus, dass dieser Anbieter sich im Gespräch mit Ihnen nicht anders ausdrücken wird. Begriffe wie "innovativ", "nachhaltig", ganzheitlich" sagen nichts über die Kompetenz des Anbieters aus, sie lesen sich nur schön.


3. Es gibt zwei Arten von Anbietern

Die, die nur wollen, dass Sie Ihre E-Mailadresse durchgeben und ggf. noch Ihre Kontonummer und die, die sich ernstlich in der freien Wirtschaft positioniert sehen. Letztere erkennen Sie daran, dass diese nicht mit Schlagworten wie "Gratis", "Kostenlos", "10 neue Kunden in 3 Stunden" um sich werfen. Denken Sie daran, dass Sie einen begleitenden Partner benötigen, keine Selbstbauanleitung, die Sie viel Geld kostet.
Bei einer guten Agentur oder einem guten Berater sprechen die Inhalte der Webseite für sich selbst. Sie finden dort verständliche Aussagen zu Abläufen, Ursachen- und Wirkungssituationen, Erklärungen zu den Kernkompetenzen der Agentur und wie die Arbeit mit ihr aussehen wird.


4. Man nennt Ihnen auf Anhieb die eigenen Kompetenzen

Marketing ist ein weites, aber empfindliches Feld, das bei falscher Pflege viel Geld verschlingt. Marketing sorgt bestenfalls aber auch dafür, dass Ihr Unternehmen keinen Imageschaden erleidet, die Kunden zufrieden sind und Potenzial entwickelt wird, welches Ihnen neue Einnahmequellen eröffnen soll. Fragen Sie also nach Erfahrungen speziell in Ihrer Branche. Und vertrauen Sie hier nicht auf Aussagen wie "Werbeflyer gestalten". Das ist kein Marketing, das ist Grafikdesign.
Ein Marketingberater hat Marketing, bestens mit Schwerpunkt Ihrer Branche, studiert oder einen vergleichbaren Abschluss erreicht und kennt sich ergänzend mit Betriebswirtschaft aus. Kreativität ohne realistische Erreichbarkeit der paradiesisch klingenden Ziele bringt Ihnen wenig.


5. Man ist kontrollier- und messbar


Gute Berater arbeiten eng mit Ihrem Controlling zusammen, da sie selbst sich an Kennzahlen messen lassen. Sie sollten allerdings bedenken, dass dies nicht innerhalb von drei Monaten machbar ist. Berater, die ihre Fähigkeiten kennen und sich richtig einschätzen, können Ihnen Näherungswerte zu Beginn nennen, die auf Erfahrungen beruhen. Natürlich sind diese nicht verbindlich. Aber auch während der Zusammenarbeit müssen Faktoren und Abläufe immer wieder korrigiert werden, dies ist noch keine Aussage über schlechte Arbeit Ihres Beraters. Lassen Sie sich jedoch regelmäßig Kennzahlensysteme vorlegen und erklären, lassen Sie dabei das formulierte Ziel niemals aus den Augen.


6. Der Vertrieb wird integriert

Marketing und Vertrieb konnten sich lange Zeit nicht ausstehen. Beobachten Sie, ob Ihr Berater Ihren Vertrieb integriert oder zumindest die Arbeit für den Vertrieb erleichtert. Es nutzt Ihnen nichts, wenn das Konzept zwar toll klingt, sich Ihre restlichen Mitarbeiter aber querstellen, weil sie etwas "aufgedrückt" bekommen.


7. Das Marketing bezieht immer alle Geschäftsbereiche ein

Marketing kann zwar einen Schwerpunkt haben, beispielsweise Direktmarketing (ist unter Werbung zu verstehen) oder auch Personalmarketing etc., es bezieht aber während der Planung als auch während der Umsetzung immer alle Unternehmensbereiche (Abteilungen, Geschäftsbeziehungen, Personal, Controlling, Vertrieb, Logistik, Einkauf etc.) ein. Aus diesem Grund ist Marketing NUR auf der Geschäftsführungsebene anzusiedeln.


8. Ein guter Anbieter ist nicht leicht zu haben


Gute Anbieter kennen ihre Kosten, ihr KnowHow und ihren Wert. Sollten sie beide sich preislich nicht einigen können, sollten Sie Teilleistungen vereinbaren, die aber vollständig abgeschlossen werden müssen. Durch die übergreifende Arbeit des Marketings ist dies nicht immer einfach, lassen Sie hier den Berater arbeiten und einen entsprechenden Vorschlag anbieten, das Meilensteinprinzip etwa oder eine zeitliche Begrenzung.
Überlegen Sie sich außerdem, inwieweit Sie externe Berater integrieren können und wollen. Lassen Sie sich nicht auf "Billiganbieter" ein, die ausschließlich über den Preis werben, wenn Sie schwerwiegende Wachstumspläne hegen. Beratungsleistungen sind schwer greifbar und können daher nicht mit dem Preis verglichen werden. Ein vermeintlich billiges Angebot kann Sie im Nachhinein viel Geld für Schadensbegrenzung kosten.


9. Sie erfahren ein transparentes Preisgefüge

Jeder Anbieter hat eigene Preisgefüge, etwa Tages- oder Stundensätze, Pauschalabrechnungen etc., die Sie nicht immer durchblicken. Warum steht auf der Rechnung zwar der Betrag, aber nicht, was geleistet wurde? "Beratung" allein reicht nicht. Ihnen müssen Inhalte und Projekte genannt werden, damit Sie immer wissen, wofür Sie wann was bezahlt haben.


10. "Der Schuster hat halt immer die schlechtesten Schuhe."


Lassen Sie sich nicht mit solchen Bauernweisheiten abspeisen, wenn Sie den Anbieter danach fragen, welche Strategieerfolge er seiner eigenen Agentur bereits gebracht hat.
Entgegen der branchenläufigen Meinung muss auch eine Agentur für sich selbst Marketing dokumentieren und werben können. Denn hier ist die Kooperationsfähigkeit zum Mitbewerber gefragt. Dies zeigt Ihnen, dass die Agentur auch über bisherige Denkensweisen hinausgeht und Potenzial hinter vermeintlichen Hürden erkennt.
Ein guter Anbieter hat zudem immer eine Begründung für Situationen und Ereignisse, auch wenn sie unerfreulicher Natur sind. Lassen Sie sich nicht damit beruhigen, dass dies völlig normal ist, sondern lassen Sie sich erklären, warum dies so gemacht wird. So erkennen Sie, ob der Anbieter wirklich Wissen in die Zusammenarbeit einbringt.




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