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Partnerin Karin Menne erklärt, warum das Controlling für Ihr Unternehmen so wichtig ist.
Fünf typische Fehler:
1. Kein Controlling
Noch immer gibt es in vielen Unternehmen kein Controlling und keine Planung. Es fehlt der Überblick über die Kosten, die im Unternehmen anfallen, vor allem auch über die liquiden Mittel, die zur Verfügung stehen.
2. Keine Zeit für Administration
Das Tagesgeschäft bindet alle Ressourcen. Daher bleibt „lästiger Papierkram" liegen.
3. Das Unternehmen macht (hohe) Gewinne.
Erfolgreiche Unternehmen glauben alles richtig zu machen. Ein kritischer Vergleich von Aufwand und Ertrag wird vernachlässigt. Kunden und Markt werden nicht beobachtet.
4. Alles im Kopf, kein Problembewusstsein
Die wichtigen Informationen über den Betrieb kennt der Unternehmer, aber in der Regel nur grobe Annäherungswerte. Nur schriftlich dargelegte Controlling-Informationen ergeben ein genaues Bild über die wirtschaftliche Lage.
5. "Das machen meine Mitarbeiter"
Falsch: Controlling ist Chefsache. Der Unternehmer selbst muss seine Ziele definieren und regelmäßig eventuelle Abweichungen mit seiner Mannschaft besprechen.
Controlling hat folgende Bestandteile:
Definition von Zielen und dafür notwendige Maßnahmenplanung
Soll-Ist-Vorjahr-Vergleich (Zielsetzung – Realität – Vergangenheit) und Analyse der Abweichungen
Maßnahmen zur Gegensteuerung Wesentlicher Baustein jedes Controllings ist die Kostenrechnung. Die Kostenrechnung bezieht ihre Informationen größtenteils aus derBuchhaltung eines Unternehmens. Die konkrete Aufgabe einer Kostenrechnung ist, dem Unternehmen aufzuzeigen, ob die Umsatzerlöse die Kosten decken oder z.B. neue Produkte am Markt den gewünschten Erfolg gebracht haben.
1. Aufbau eines Controlling-Systems
Das Strategische Controlling beinhaltet
(a) Beobachtung von Markt und Wettbewerbern
(b) ein Vergleich mit den eigenen Zahlen.
ZIEL: LANGFRISTIGE SICHERUNG DER GESCHÄFTSAKTIVITÄTEN
2. Beim Auftragscontrolling ist der Auftragseingang täglich zu erfassen. Die Beobachtung dieser Entwicklung gibt frühzeitig Warnsignale. Erfolgen die Aufträge wie geplant? Ändert sich Ihre Kundenstruktur?
ZIEL: KUNDENORIENTIERUNG
3. Ergänzend zum Auftragscontrolling ist ein Sortimentscontrolling unerlässlich, um zu erkennen, welche Produkte gut "laufen", und ob die Sortimentsstruktur den Markterfordernissen entspricht. Typisch hierfür ist die ABC-Analyse, die eine Rangordnung für die Produkte erstellt. Sie sollte mindestens zweimal pro Jahr durchgeführt werden, um zu erkennen, welche Produkte "Renner" (erzielen mehr als 60 % des Umsatzes bzw. des Ergebnisses) und welche "Penner" (erzielen weniger als 5 % des Umsatzes) sind.
ZIEL: KOMPLEXITÄT REDUZIEREN, MÖGLICHST STANDARDSORTIMENT EINFÜHREN
4. Der klassische Bereich des Finanz- und Rechnungswesens. Ohne eine gesicherte Liquidität kann ein Unternehmen nicht existieren. Das Finanzcontrolling umfasst die Bereiche Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Finanzierung, Liquiditätsplanung und -steuerung.
ZIEL: LIQUIDITÄT UND GEWINN
Jedes Unternehmen braucht Umsatz!
Ein erfolgreiches Unternehmen akquiriert in erster Linie Aufträge, die den höchsten Deckungsbeitrag haben. Was heißt das? Ermitteln Sie, mit welchem Produkt Sie den meisten Gewinn erwirtschaften – Achtung: Gewinn, nicht Umsatz!
Das kann kriegsentscheidend sein. Auf hochpreisige Produkte gibt man oft mehr Rabatt und sagt andere Vergünstigungen zu wie Montage, Anlieferung etc.
Bezahlen Sie Ihre Rechnungen mit Skonto!
Rechenbeispiel:
Zahlungsbedingung lautet 2 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, das entspricht bei 365 Tagen 73 % .
Schneller haben Sie kein Geld verdient!
Aber Achtung, wenn Sie Skonto gewähren!! Vermeiden Sie es, wann immer Sie können. Nehmen Sie 10 Tage netto in Ihre AGBs auf und ändern nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden.
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